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Die an der Schnittstelle zwischen Syrien, Zypern und Anatolien gelegene antike Landschaft Kilikien teilt sich in das westliche, gebirgige „Raue Kilikien“ und das östliche, von den Flüssen Tarsus Çayı, Seyhan und Ceyhan durchzogene „Ebene Kilikien“, die heutige Çukurova um die Grossstadt Adana.
Obgleich das Ebene Kilikien eine der fruchtbarsten Landschaften der heutigen Türkei ist und sich die lange Besiedlungsgeschichte unter anderem in einer einer Vielzahl von Ruinenhügeln widerspiegelt, wurden in der Region bislang nur wenige Ausgrabungen durchgeführt. Erst in jüngerer Vergangenheit ist eine leichte Intensivierung der Ausgrabungstätigkeit zu beobachten. Das Bild wird durch einige Surveys ergänzt.
Am Ceyhan-Flusssystem liegen von den archäologisch erforschten Orten lediglich Karatepe, Tartarlı Höyük und Sirkeli Höyük, weitere prominente Fundplätze sind der Uzunoğlan Tepesi, Misis (Mopsuhestia) und Magarsos am heutigen Kap Karataṣ. Andere bedeutenden Stätten wie Mallos können bis heute nicht als gesichert lokalisiert angesehen werden. Wie das Fundmaterial der bislang untersuchten Stätten bezeugt, scheint das Ebene Kilikien trotz seiner durch die geographischen Gegebenheiten zu vermutenden räumlichen Isolation sowohl während der Bronze- als auch der Eisenzeit eine kulturelle Kontaktzone und ein Mittler zwischen Nordsyrien, Zypern und dem anatolischen Hochland gewesen zu sein. Die kulturellen Austauschprozesse sind jedoch bislang nur schemenhaft zu erfassen.
An der Abteilung für die Archäologie des Mittelmeerraumes und an der Abteilung der Vorderasiatischen Archäologie des Institutes für Archäologische Wissenschaften sind folgende Projekte beheimatet, die sich mit der Erforschung Kilikiens beschäftigen: